Garten1x1

Rasen · 21. September 2026 · 3 Min.

Rasen nachsäen: Zeitpunkt, Methode und Pflege

Rasen nachsäen hilft, Lücken zu schließen und die Grasnarbe zu verdichten. Hier erfährst du, wie du vorgehst und worauf du bei Zeitpunkt, Vorbereitung und Pflege achten solltest.

Rasen nachsäen: Zeitpunkt, Methode und Pflege

Kurz gesagt

Den Rasen solltest du in den meisten Regionen im Frühjahr oder Spätsommer nachsäen. Mähe und vertikutiere die Fläche, bringe das Saatgut gleichmäßig aus und halte den Boden feucht. Nach der Keimung ist regelmäßige Pflege wichtig, damit sich die jungen Gräser gut entwickeln.

Auf einen Blick

Aufwand
Mittel
Dauer
ca. 1-2 Stunden (ohne Keimphase)
Schwierigkeit
Einfach
Zeitpunkt
Frühjahr oder Spätsommer
Kosten
Mittel

Eine flächige Nachsaat sorgt dafür, dass dein Rasen dicht und vital bleibt. Besonders nach dem Winter oder bei lückigem Wuchs hilft das gezielte Nachsäen, die Grasnarbe zu stärken und Unkraut vorzubeugen. Entscheidend sind der richtige Zeitpunkt, eine gute Bodenvorbereitung und die richtige Pflege nach der Aussaat.

Das Wichtigste in Kürze

  • Nachsäen am besten im Frühjahr oder Spätsommer, wenn der Boden warm und feucht ist
  • Fläche vorher mähen und vertikutieren, damit die Samen Bodenkontakt bekommen
  • Saatgutmenge als Richtwert: etwa 10–25 g/m²
  • Saatgut leicht einarbeiten und Fläche anwalzen
  • Boden bis zur Keimung gleichmäßig feucht halten

Das brauchst du

  • Rasensamen (geeignet für Nachsaat, auf die Rasenart abgestimmt)
  • Rasenmäher
  • Vertikutierer (manuell oder elektrisch)
  • Rechen
  • Streuwagen oder Handstreuer
  • Walze (oder eine Alternative, z. B. Trittbretter)
  • Gartenschlauch oder feine Brause zum Bewässern

Der richtige Zeitpunkt

In den meisten Regionen ist der beste Zeitpunkt für die Nachsaat entweder das Frühjahr (etwa April bis Mai) oder der Spätsommer (etwa Ende August bis Mitte September). In milden Lagen kann auch früher oder später nachgesät werden. Wichtig ist, dass der Boden mindestens 8–10 °C warm ist und in den folgenden Wochen ausreichend Feuchtigkeit vorhanden ist. In Höhenlagen empfiehlt sich meist der spätere Frühling oder frühe Herbst.

Schritt für Schritt

  1. Rasen mähen: Mähe die Rasenfläche möglichst kurz (etwa 2–3 cm Schnitthöhe). So gelangt das Saatgut besser an den Boden.
  2. Vertikutieren: Vertikutiere die Fläche gründlich, um Moos, Rasenfilz und abgestorbene Pflanzenteile zu entfernen. Das schafft Platz für die Keimlinge.
  3. Fläche reinigen: Entferne das gelockerte Material mit einem Rechen, damit die Samen nicht auf Hindernisse treffen.
  4. Saatgut ausbringen: Streue das Rasensaatgut gleichmäßig aus. Ein Streuwagen sorgt für eine gleichmäßige Verteilung. Als Richtwert gelten etwa 10–25 g/m², je nach Herstellerangabe und Zustand der Fläche.
  5. Einarbeiten: Arbeite die Samen leicht in den Boden ein, z. B. mit einem Rechen oder durch leichtes Anwalzen. Die Samen sollten maximal 0,5 cm mit Erde bedeckt sein, da sie Licht zum Keimen brauchen.
  6. Anwalzen: Walze die Fläche, damit die Samen guten Bodenkontakt haben und nicht vom Wind verweht werden. Alternativ kannst du die Fläche vorsichtig mit Trittbrettern andrücken.
  7. Bewässern: Halte die Fläche in den folgenden Wochen gleichmäßig feucht, besonders in der Keimphase. Staunässe vermeiden, aber Austrocknen unbedingt verhindern. Je nach Witterung kann mehrfaches, vorsichtiges Wässern am Tag nötig sein.
  8. Pflege nach der Keimung: Warte mit dem ersten Schnitt, bis die Junggräser etwa 8–10 cm hoch sind. Schneide dann auf etwa 5 cm zurück. Verzichte in den ersten Wochen auf Dünger, bis die Keimlinge gut angewachsen sind.

! Häufige Fehler

  1. 1Zu späte oder zu frühe Aussaat: Rasen keimt schlecht, wenn es zu kalt oder zu trocken ist. Besser auf geeignete Bodentemperaturen und ausreichende Feuchte achten.
  2. 2Saatgut nicht eingearbeitet: Samen keimen schlechter, wenn sie auf der Oberfläche liegen und austrocknen. Immer leicht einarbeiten und andrücken.
  3. 3Zu wenig oder zu viel Saatgut: Falsche Saatgutmenge führt zu Lücken oder Konkurrenz unter den Keimlingen. Herstellerangaben beachten.
  4. 4Fläche nach der Aussaat austrocknen lassen: Keimlinge vertrocknen schnell. Die Fläche während der Keimung immer feucht halten.
  5. 5Direkt nach der Aussaat betreten: Frisch gesäte Flächen möglichst nicht betreten, um die Keimlinge nicht zu schädigen.

Saisonhinweis

Die Nachsaat ist in den meisten Regionen im Frühjahr und Spätsommer am erfolgversprechendsten. In sehr milden oder rauen Lagen kann der optimale Zeitraum abweichen.

Häufige Fragen

Kann ich den Rasen auch im Sommer nachsäen?

Eine Nachsaat im Sommer ist in den meisten Regionen nicht ideal, da Hitze und Trockenheit das Keimen erschweren. Nur bei ausreichender Bewässerung und nicht zu hohen Temperaturen kann es gelingen.

Muss ich nach dem Nachsäen düngen?

Direkt nach der Aussaat solltest du auf Dünger verzichten. Erst wenn die jungen Gräser angewachsen sind, kann eine leichte Düngung sinnvoll sein.

Welches Saatgut eignet sich für die Nachsaat?

Verwende spezielle Nachsaatmischungen, die auf die vorhandene Rasenart abgestimmt sind. Sie keimen meist schneller und schließen Lücken zuverlässig.

Wie lange dauert es, bis der nachgesäte Rasen dicht ist?

Je nach Witterung und Pflege dauert es etwa 3–6 Wochen, bis die Fläche wieder gleichmäßig grün ist. Geduld und konsequente Feuchthaltung sind wichtig.

Checkliste

Checkliste: Rasen erfolgreich nachsäen

Rechner

Saatgutrechner: Wie viel Rasensamen brauche ich?

Ergebnis

–

Rasenrechner mit Rollrasen und Dünger

Mehr zum Thema

Themenwelt Rasen

Der ÜberblickRasen richtig mähen: Schnitthöhe, Rhythmus und TechnikAlle Beiträge der Themenwelt Rasen

Suche

Tipp: Mit / oder ⌘K öffnest du die Suche von überall.